Spielbericht Entscheidungsspiel SVG – Georgensgmünd

Großweingarten setzt sich ein Denkmal

In der ersten Halbzeit sahen die rund 1000 Zuschauer am sehr gut gepflegten Spalter Sportplatz eine sehr zerfahrene Vorstellung beider Mannschaften. Viele lange Bälle, wenig Struktur, viele Freistöße. Georgensgmünd hatte die besseren Spielanteile, doch die halbwegs gefährlichen Torszenen konnten vom SVG-Keeper Loy problemlos entschärft werden. Mitte der ersten Halbzeit aber hatte auch er das Nachsehen, als ein Gmünder nach einer Standardsituation zum Kopfball hochsteigt, und den Ball im langen Eck versenkt. SVG-Trainer Handl musste auf die schwache Vorstellung seiner Mannen reagieren, und seine taktischen Umstellungen sollten sich in der zweiten Halbzeit auszahlen. Die Kirschendörfer kamen besser ins Spiel und konnten nun die Gmünder Abwehr immer öfter in Bedrängnis bringen. Die Wende im Spiel aber brachte dann Mitte der zweiten Halbzeit Stefan Schottdorf, der nach einem langen Ball den Gmünder Verteidiger so unter Druck setzte, dass dieser beim Klärungsversuch das Leder unhaltbar im eigenen Tor versenkte. Großweingarten war nun am Drücker, und Schottdorf hätte sein vermeintlich letztes Spiel in der Kreisliga krönen können, doch sein Nachschuss aus spitzem Winkel nach einem Schuss von Fabian Zottmann landete am Außennetz. Das Spiel ging nach intensiven 90 Minuten in die Verlängerung, in der beide Mannschaften mit den Temperaturen, Krämpfen und der Angst zu kämpfen hatten, ein Tor zu kassieren. In solchen Momenten entscheidet dann oft eine Einzelaktion über Sieg oder Niederlage, und so war es auch hier. Nach einer Standardsituation Mitte der zweiten Halbzeit der Verlängerung konnte der Schuss von Willi Dafinger noch geblockt werden. Der Ball prallte zu Sebastian Zottmann, der gut 25 Meter vor dem Tor die Kugel annehmen kann, und vermutlich alle restliche Kraft in diesen Schuss gelegt hat. Der Ball flog wie ein Strich und schlug unhaltbar für den Gmünder Keeper im linken Torwinkel ein. Die Freude hätte beinahe einen Dämpfer bekommen, als die SVG Abwehr direkt nach dem Wiederanpfiff nicht im Bilde war, und Satzinger den Ausgleich nach einer weiten Flanke auf dem Fuß hatte, doch am Ende ohne Erfolg blieb und Großweingarten dieses denkwürdige Spiel für sich entscheiden konnte.

An dieser Stelle wünscht der Autor den fairen Sportsmännern aus Georgensgmünd (dies entgeht dem geneigten Zuschauer desöfteren), dass sie sich von den zweiten 120 Minuten  innerhalb weniger Tagen gut regenerieren, um trotz der widrigen Umstände die Klasse zu erhalten, um auch in der kommenden Saison, die Derbys austragen zu können, auf die Spieler wie auch Zuschauer hinfiebern.

Zum Abschluss noch ein großes Dankeschön an alle Zuschauer, Sympathisanten, Schlechtredner und natürlich die Ultras. Ihr alle seid Teil des vermutlich größten Erfolgs der Vereinsgeschichte.

 

 

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Spielbericht SVG – Veitsaurach

Lange Saison geht in die Verlängerung

Mit einem Sieg hätten sich die Kirschendörfer am eigenen Schopf aus dem Abstiegssumpf ziehen können, doch der Klassenerhalt wurde vorerst vertagt. Die im vorderen Tabellendrittel gesicherten Veitsauracher spielten befreit auf und hielten stark dagegen und hatten auch die ersten Tormöglichkeiten durch Weitschüsse, die aber von Loy im Großweingarter Tor ohne Mühe pariert wurden. Die beste Chance für Großweingarten hatte Fabian Zottmann, der nach einer Flanke von Steinbichler das Tor nur knapp verfehlte. Mehr Glück hatten die Gastgeber, die durch einen abgefälschten Freistoß in Führung gehen konnten. Großweingarten war ebenfalls durch Standards gefährlich, doch ohne das nötige Glück im Abschluss. Direkt nach Wiederanpfiff legten die Gäste nochmal zu und setzten die Gastgeber noch mehr unter Druck. Dies führte zu einem Freistoß, den Sebastian Zottmann scharf vors Tor bringt und Fabian Zottmann volley zum Ausgleich einschießen kann. Großweingarten war jetzt am Drücker, konnte aber weitere gute Standards nicht zur Führung verwerten. Auf der anderen Seite führte eine Unachtsamkeit nach einem Einwurf zu einer sehenswerten Einzelaktion des Veitsauracher Torjägers, der zwei Abwehrspieler stehen lässt und dann dem herauseilenden Loy mit einem Heber keine Chance lässt. Großweingarten warf nun alles nach vorne und kam noch zu guten Aktionen durch Zottmann, dessen Kopfball nur knapp über die Latte strich, Böckler, der eine Flanke um Haaresbreite verfehlt und Pfaller, dessen Schuss vom Torwart gehalten wurde. Durch die geballte Großweingarter Offensive ergaben sich auf der anderen Seite natürlich Räume für Veitsaurach, die dies eiskalt ausnutzten und noch zweimal einnetzten.

Da die direkten Konkurrenten nun punktgleich sind, heißt es für Großweingarten, auch in den Entscheidungsspielen mit den Tugenden zu glänzen, die den vorhergesagten Abstieg bisher so bravourös vereitelten: Kampfgeist, Kameradschaft und der unbändige Wille, am Ende vor Georgensgmünd und Marienstein zu sein.